Veneto · Italien
Jacopo Poli
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Po‘ di Poli – bescheiden im Namen, meisterhaft im Glas. Für diesen Grappa aus dem Hause Poli trifft der Zusatz „Morbida“ (weich, sanft) genau ins Schwarze.
Der Trester stammt von Muscat-Blanc-Trauben aus den Colli Euganei, wird tropffrisch in der Kupferbrennblase nach traditionellem, diskontinuierlichem Verfahren destilliert. Der Brennmeister trennt mit Feingefühl Vor- und Nachlauf und bewahrt nur das edle Herzstück.
Nach sechs Monaten Ruhe im Edelstahltank wird der Grappa sanft filtriert. Das Ergebnis: ein Grappa von sanfter Weichheit und feinem Aroma. Echt Poli.

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Über Jacopo Poli
Vom Tresterwagen zur Kultdestillerie: 125 Jahre Familie Poli
Die Geschichte der Poli beginnt nicht 1898 — sie beginnt früher. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Familie auf der venezianischen Hochebene belegt, zunächst als Schäfer und Händler, später als Schankwirte und Weinverkäufer. 1885 ließ sich GioBatta Poli im kleinen Dorf Schiavon nieder, an der Straße zwischen Vicenza und Bassano del Grappa. 1898 montierte er drei Kupferkessel auf einen Pferdewagen und zog damit von Hof zu Hof, um den frischen Trester der venezianischen Winzer direkt vor Ort zu brennen. Aus diesem mobilen Handwerk entstand die erste feste Destillerie in Schiavon — und sie hat seitdem nie aufgehört zu brennen.
Giobattas Söhne Giovanni, Beniamino und Pasquale Fortunato weiteten den Betrieb auf weitere Standorte aus; Enkel Antonio erneuerte die Anlagen Mitte des 20. Jahrhunderts grundlegend. Heute führen Jacopo Poli und seine Geschwister Giampaolo, Barbara und Andrea das Unternehmen in der vierten Generation. Das historische Gebäude in Schiavon mit seinem für den ländlichen Veneto typischen Laubengang steht unter Denkmalschutz und beherbergt neben der aktiven Destillerie auch ein Grappa-Museum mit einer der größten historischen Grappa-Sammlungen Italiens.
Frischer Trester, vier Destillationswege, kein Kompromiss
Poli arbeitet ausschließlich mit frischem Trester — verarbeitet wird nur während der Weinlese, von Anfang September bis Anfang November. Dieses enge Zeitfenster ist Programm: Nur tropffrischer Trester bewahrt die aromatischen Verbindungen, die den Unterschied zwischen einem flachen Industriedestillat und einem charaktervollen Grappa ausmachen.
Was Poli von anderen Brennereien unterscheidet, ist die Entscheidung, nicht auf eine einzige Destillationsmethode zu setzen. In Schiavon arbeiten vier verschiedene Apparaturen nebeneinander, alle im diskontinuierlichen Zyklus: der antike dampfbetriebene Kupfer-Alambic, traditionelle Wasserbad-Destillierkolben sowie moderne Wasserbad-Kessel unter Vakuum. Jacopo Poli ist überzeugt, dass jede Methode ihre eigenen Stärken hat und einen anderen Stiltyp ermöglicht — sanftere Fruchtigkeit beim Wasserbad-Verfahren, mehr Struktur und Würze beim Dampfkessel. Der Trester stammt aus den Weinregionen rund um Bassano del Grappa, Marostica und Breganze. Etwa 20 Prozent der Barrique-Fässer werden jährlich erneuert, rund 40 Prozent der Produktion gehen in den Export.
Grappa, Vermouth, Gin und Likör: ein Sortiment mit venezianischer Haltung
Poli hat Grappa nie als reines Nebenprodukt der Weinwirtschaft begriffen, sondern als eigenständiges Kulturgut des Veneto. Das Sortiment spiegelt diese Haltung: Klassische Grappas wie die Sarpa-Linie aus Merlot- und Cabernet-Trester stehen neben gereiften Raritäten wie der Cleopatra Amarone Oro — destilliert aus dem Trester des Amarone, anschließend in Holz ausgebaut, mit Aromen von Trockenfrüchten und Mandel. Die Due-Barili- und Barili-di-Sassicaia-Editionen reifen in Fässern ehemaliger Spitzenweine und verbinden die Destillationskunst des Veneto mit der Weinkultur der Toskana.
Über Grappa hinaus hat die Destillerie ihr Handwerk auf weitere Kategorien ausgedehnt: Der Gran Bassano Vermouth — in Rot und Weiß — basiert auf venezianischen Weinen und regionalen Kräutern. Der Gin Marconi 46 trägt die Adresse der Destillerie im Namen. Dazu kommen der fruchtig-bittere Aperitivo Airone Rosso sowie Liköre wie der Elisir Limone. Alle Produkte folgen derselben Prämisse: Rohstoffe aus der Region, handwerkliche Sorgfalt, kein Einheitsrezept.
Schiavon (VI)poligrappa.com
Ausgezeichnete Weine
Jacopo Poli —
Grappa-Handwerk aus dem Veneto seit Generationen
Jacopo Poli gehört zu den bekanntesten Grappa-Destillerien Italiens — und das aus gutem Grund. Die Familie Poli brennt seit Generationen im Veneto, mit einem Ansatz, der sich wenig um Trends schert: Kupferbrennblasen, diskontinuierliches Verfahren, sorgfältige Trennung von Vor- und Nachlauf. Was im Glas landet, ist ausschließlich das Herzstück des Destillats.
Die Trester kommen frisch von der Presse — tropffrisch, wie es in der Destillerie heißt — und werden ohne Umwege verarbeitet. Das bewahrt die Aromatik der Ausgangsfrucht: Bei der Muscat-Blanc-Cuvée aus den Colli Euganei etwa bleibt die florale Leichtigkeit der Traube im Destillat spürbar, ergänzt durch die Weichheit, die sechs Monate Ruhe im Edelstahltank mit sich bringen.
Poli-Grappa ist kein Absacker, sondern ein Destillat mit eigenem Charakter — pur bei Zimmertemperatur, nach einem guten Essen oder zu einem Stück dunkler Schokolade.




















