Jacopo Poli
Jacopo Poli — Grappa aus Venetien, seit Generationen im Kupferkessel
Jacopo Poli brennt Grappa in Schiavon am Fuß der venezianischen Voralpen — in einer Region, in der Destillationshandwerk keine Modeerscheinung ist, sondern Familientradition. Die Brennerei Poli arbeitet nach dem diskontinuierlichen Verfahren in Kupferbrennblasen: langsam, aufwendig, mit einem Brennmeister, der Vor- und Nachlauf von Hand trennt und nur das Herzstück weiterverarbeitet.
Das Ergebnis sind Grappas, die sich klar von industriell hergestellten Destillaten unterscheiden. Ob frischer Trester von Muscat-Blanc-Trauben aus den Colli Euganei oder gereifter Jahrgangsgrappa — Poli setzt auf Rohstoffqualität und handwerkliche Präzision statt auf Volumen. Der Trester kommt tropffrisch in die Blase, die Ruhezeit im Edelstahltank gibt dem Destillat Stabilität ohne Fremdeinfluss.
Wer Grappa bislang als raue Angelegenheit kannte, wird bei Poli eines Besseren belehrt: Die Destillate zeigen Finesse, Frucht und eine Weichheit, die zum langsamen Trinken einlädt — pur, nach dem Essen, bei Zimmertemperatur.

















