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Ànima Negra

Ànima Negra – „schwarze Seele" – ist seit 1994 das Gewissen des mallorquinischen Weins. Die Jugendfreunde Pere Obrador und Miquel Àngel Cerdà gründeten das Gut nahe Felanitx im Südosten der Insel, auf einem Landgut, dessen Mauern bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Ihr Ziel war so einfach wie mutig: Qualitätsweine ausschließlich aus einheimischen Sorten keltern, allen voran die damals vergessene Callet-Rebe. Mit dem Durchbruch bei internationalen Kritikern 1997 bewies das Weingut, dass Mallorca mehr ist als Urlaubsidylle – es ist eine der eigenwilligsten Weinregionen des Mittelmeers.

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7 Produkte

Anima Negra AN/2
Cuvée
Angebot21,00 € 0.75l (28,00 €/l)
Weingut Ànima Negra auf Mallorca, gegründet 1994 von Cerda und Obrador, bekannt für mallorquinische Qualitätsweine
Angebot46,95 € 0.75l (62,60 €/l)
Ànima Negra AN 3,0l
Cuvée
Angebot209,00 € 3.0l (69,67 €/l)
Ànima Negra ÀN 1,5 Magnum
Cuvée
Angebot108,40 € 1.5l (72,27 €/l)
Roséwein ÀN/ R von Ànima Negra, Flasche mit dunklem Etikett, mallorquinischer Wein aus einheimischen Rebsorten
Ànima Negra Quibia
Cuvée
Angebot16,80 € 0.75l (22,40 €/l)
Anima Negra AN/2 1,5l Magnum
Angebot50,41 € 1.5l (33,61 €/l)
Ànima Negra – Titelbild

Ànima Negra – die schwarze Seele Mallorcas

Manche Weingüter entstehen aus Kalkulation, andere aus Überzeugung. Ànima Negra gehört klar zur zweiten Sorte. Als die Jugendfreunde Pere Obrador und Miquel Àngel Cerdà 1994 gemeinsam mit Francesc Grimalt das Gut nahe Felanitx ins Leben riefen, hatte Pere gerade noch eine Milchwirtschaft mit mehr als 400 Kühen betrieben – und sich in seiner Freizeit autodidaktisch mit Genetik und Biologie beschäftigt. Diese Kombination aus Bodennähe und wissenschaftlicher Neugier prägt Ànima Negra bis heute. Die ersten Weine wurden in ehemaligen Milchtanks vinifiziert, und schon 1997 wurden renommierte internationale Kritiker auf das Gut aufmerksam und lobten die Weine in den höchsten Tönen.

Ein Ort mit Gedächtnis

Das Weingut residiert auf dem alten Landgut Son Burguera, dessen Gebäude aus dem 13. Jahrhundert stammen und von Anfang an Räumlichkeiten für die Weinproduktion beherbergten. Die Lage im Südosten Mallorcas, unweit von Felanitx, ist kein Zufall: Genau hier findet die Callet-Rebe die Bedingungen, die sie braucht – den eisenoxidreichen „Vermell"-Boden, den salzigen Wind von der Küste und die unerbittliche Sonneneinstrahlung, die den Boden laut Überlieferung buchstäblich bäckt. Die Unterregion trägt den Namen Son Negre, „dunkler Ort" – ein Name, der das Wesen dieser Weine treffend beschreibt.

Ànima Negra bewirtschaftet mehr als 135 sorgfältig ausgewählte Parzellen, die das Gut entweder besitzt oder kontrolliert. Nahezu alle liegen in einem Umkreis von zehn Kilometern um das Weingut, und die meisten Reben sind 50 bis 85 Jahre alt. Diese Altreben, in traditioneller Gobelet-Erziehung geformt, liefern von Natur aus kleine, konzentrierte Früchte – weshalb das Gut auf zusätzliche Bewässerung und Düngung vollständig verzichtet.

Philosophie: Ehrlichkeit im Weinberg und im Keller

Ànima Negra war wahrscheinlich das erste Weingut Mallorcas, das konsequent ausschließlich auf einheimische Sorten setzte. Diese Entscheidung war damals keine Selbstverständlichkeit. Während internationale Rebsorten die Insel zu überrollen drohten, hielten Obrador und Cerdà an Callet, Manto Negro und Fogoneu fest – Sorten, die nur hier so wachsen, wie sie wachsen.

  • Im Weinberg werden keine chemischen Insektizide oder Herbizide eingesetzt; biodynamische Praktiken haben Vorrang.
  • Die Trauben werden von Hand in 10-kg-Kisten gelesen.
  • Im Keller arbeitet man vorwiegend mit Wildhefen; die Maischestandzeit beträgt durchschnittlich 25 bis 30 Tage.
  • Die Gärung erfolgt in Zementtanks und Holzfässern.

Als Weinberater steht dem Gut Xavier Ausàs zur Seite – ein Önologe von internationalem Rang, der zuvor als technischer Direktor der Bodega Vega Sicilia tätig war. Im Jahr 2010 nahm die Slow Food Bewegung Ànima Negra in ihre Arche des Geschmacks auf – eine Anerkennung für das Engagement zugunsten gefährdeter Geschmackstraditionen. Heute gehen 85 % der Weine ins Ausland; der Ruf des Gutes reicht weit über die Balearen hinaus.

Die Weine: Callet im Mittelpunkt

Das Sortiment dreht sich um die Callet-Rebe, deren Potenzial Ànima Negra wie kein zweites Gut auf Mallorca erschlossen hat. Alle Weine tragen das Siegel VT Mallorca.

Der ÀN ist das Flaggschiff: eine Cuvée aus 95 % Callet sowie 4 % Mantonegro und Fogoneu, die nach der Gärung siebzehn Monate in französischer Eiche reift, gefolgt von einem Jahr Flaschenreife. Er ist der konzentrierteste Ausdruck dessen, was diese alten Reben in Son Negre zu leisten imstande sind.

Der ÀN/2 ist der zugänglichere Einstieg in die Welt von Ànima Negra: 65 % Callet, ergänzt durch Manto Negro, Fogoneu und rund 15 % Syrah. Er vermittelt den mediterranen Charakter der Insel auf direktere, trinkfreudige Weise.

Daneben gibt es den Quíbia, den einzigen Weißwein des Gutes: eine Cuvée aus den einheimischen Sorten Premsal und Giró Ros, die mit ihrem charakteristischen salzigen Hintergrund die Küstenlage der Weinberge spürbar macht.

Eine besondere Stellung nimmt der Son Negre ein: Er erscheint nicht in jedem Jahrgang – nur dann, wenn die Reife nach der Lagerung einen wirklich außergewöhnlichen Wein ergibt. Er stammt von den ältesten Reben des Gutes und entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem befreundeten Maler Miquel Barceló.

Ànima Negra bei Vinoscout

Bei Vinoscout findest du eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl aus dem Sortiment von Ànima Negra. Der ÀN/2 (21,00 €) ist der ideale Einstieg, der ÀN (46,95 €) der Wein für alle, die tiefer in die Seele Mallorcas eintauchen wollen. Wer in großen Formaten denkt, dem stehen der ÀN als Magnum (108,40 €) und als 3,0-Liter-Flasche (209,00 €) zur Verfügung – ebenso wie der ÀN/2 als Magnum (50,41 €). Den Weißwein Quíbia (16,80 €) solltest du nicht übersehen: Er ist das frischeste und unkomplizierteste Kapitel dieser außergewöhnlichen Gutsgeschichte.

Sitz des Herstellers