
Hugl/Wimmer Blauburger trocken

Hugl/Wimmer Blauburger trocken
Blauburger ist eine der ältesten österreichischen Neuzüchtungen — eine Kreuzung aus Blaufränkisch und Portugieser, die auf dem richtigen Weingut zu echter Tiefe findet. Hugl/Wimmer zeigt, was mit sorgfältiger Handlese und konsequentem Handwerk aus dieser unterschätzten Sorte wird.
Die Trauben werden nach der Lese gerebelt und klassisch auf der Maische vergoren — ein Schritt, der Farbe, Struktur und Aromenbreite ins Glas bringt. Anschließend reift der Wein im großen Eichenfass. Kein kleines Barrique, kein Holzdruck: Der Ausbau stellt Frucht und Sortencharakter in den Vordergrund, das Holz gibt nur den Rahmen.
Im Glas öffnet sich dunkle Brombeere neben reifen roten Kirschen und einem Hauch getrockneter Kräuter — Thymian, ein Anklang von Lorbeer. Der Körper ist vollmundig, die Tannine weich eingebunden und ohne raue Kanten. Die Säure bleibt im Gleichgewicht, was dem Wein Zugänglichkeit ohne Leichtgewichtigkeit gibt. Der Abgang hält an, würzig und mit leichter dunkler Frucht im Nachhall.
Serviertemperatur 16–18 °C. Trinkfenster: jetzt bis 2027. Zum Essen passt dieser Blauburger zu Zwiebelrostbraten, geschmortem Rindfleisch mit Wurzelgemüse, gebratenen Steinpilzen mit Polenta oder einem würzigen Bergkäse. Auch als unkomplizierter Begleiter zu einem Abend am Herd macht er eine gute Figur.

Hugl/Wimmer



















