
Bodegas Pintia Pintia

Bodegas Pintia Pintia
Toro ist kein sanfter Ort: Extreme Sommer, knochenharte Winter, Böden aus Kies und Lehm. Genau diese Bedingungen formen den Pintia — einen Tempranillo, der Kraft und Finesse nicht als Gegensätze begreift.
Bodegas Pintia gehört zur Vega-Sicilia-Gruppe, die seit 2001 in der DO Toro arbeitet. Die Weinberge liegen auf 700 Metern Höhe; alte Reben mit tiefen Wurzeln zapfen Mineralität direkt aus dem Untergrund. Ausbau im Barrique — das Holz dient als Rahmen, nicht als Hauptdarsteller.
Im Glas leuchtet dichtes Purpurrot mit violetten Reflexen. Die Nase öffnet sich mit schwarzer Kirsche, Brombeere und Blaubeere — straff und präzise. Darunter liegen geröstete Mokabohne, Nussschokolade und ein Hauch Süßholz. Am Gaumen saftige, fast fleischige Textur: Das Tannin ist präsent, aber nicht aggressiv — kalkig und strukturiert, mit einem langen Abgang, der zwischen dunkler Frucht und diskreter Würze pendelt. Toro-Mineralität macht sich im Finish bemerkbar.
Trinkempfehlung: 17–18 °C. Trinkfenster bis ca. 2030. Passt zu Lammschulter aus dem Ofen, Wildschweinragout oder reifem Manchego mit etwas Quittenpaste.

Bodegas Pintia
Pablo Álvarez, Sohn des Besitzers von Vega Sicilia, war fasziniert vom einzigartigen Terroir von Toro. 1997 gründete er das zweite Weingut der Familie: Bodegas Pintia. Das Ziel war ein moderner, eleganter Wein aus der rauen Landschaft am Duero.
Das Gut verfügt über 96 Hektar alte Reben der lokalen Sorte Tinta de Toro, einem kräftigen Verwandten des Tempranillo. Die Böden sind arm, sandig und kalkhaltig, das Klima extrem mit heißen Sommern und kalten Wintern.
Das Ergebnis ist ein einziger, reinsortiger Rotwein von großer Dichte und Kraft, der dennoch präzise und elegant wirkt. Seit dem ersten Jahrgang 2001 genießt Pintia Kultstatus unter Spanien-Liebhabern.








