
J.Trautwein - Spätburgunder Höllenbrand

J.Trautwein - Spätburgunder Höllenbrand
Der Höllenbrand von J. Trautwein ist ein Spätburgunder aus Rheinhessen, der mehr Substanz mitbringt, als der verspielt klingende Name vermuten lässt: dicht, trocken, mit einer Tanninstruktur, die Halt gibt, ohne zu sperren.
Rheinhessen ist längst mehr als die Heimat lieblicher Massenware — eine neue Generation von Winzerinnen und Winzern arbeitet hier an ernsthaften, lagefähigen Rotweinen. J. Trautwein gehört zu jenen Betrieben, die den Spätburgunder mit burgundischem Blick kultivieren: filigranes Bouquet statt Fruchtbombe, Säure als Gerüst statt als Fehler.
Im Glas zeigt der Höllenbrand rote Frucht — Sauerkirsche, ein Hauch Himbeere — unterlegt von dezenten Holznoten und einer feinen Würze im Hintergrund. Die Säure ist präsent, aber eingebunden, das Tannin reif und ohne raue Kanten. Der Abgang ist länger, als der Preis erwarten lässt.
Am besten bei 16–18 °C serviert. Passt zu Lammrücken mit Kräuterkruste, Entenbrust oder einem kräftigen Ziegenkäse. Wer mag, lässt ihn noch 1–2 Jahre im Keller reifen — die Struktur trägt das.









