
Kirchenstück GG Spätburgunder

Kirchenstück GG Spätburgunder
Das Kirchenstück in Hohen-Sülzen gehört zu den ältesten urkundlich belegten Lagen des Wonnegaus – bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg unter dem Namen Griebelsteyn erwähnt, was so viel wie zerreibbarer Stein bedeutet. Treffender kann man die kalkhaltigen, pliozänen Böden kaum beschreiben: Die weichen Kalksteine zerfallen buchstäblich zwischen den Fingern.
Die Kessellage von Hohen-Sülzen bringt tagsüber höhere Temperaturen als in den umliegenden Gemarkungen Mölsheim oder Flörsheim – doch nachts sorgt der Eisbach, der im Donnersbergmassiv entspringt, für eine ausgeprägte Thermik. Diese Temperaturschwankung ist der Grund, warum der Spätburgunder trotz vollreifer Trauben seine Frische behält: straffe Säure, Eleganz, Länge.
Im Glas zeigt das Kirchenstück GG dunkle Kirsche, Veilchen und einen mineralischen, kreidigen Unterton, der direkt aus dem Kalkboden spricht. Der Körper ist dicht, ohne schwer zu wirken – typisch für Spaniers Handschrift im Wonnegau. Trinkfenster ab 2026, Reifepotenzial problemlos bis 2035+.
Passt zu Wildente, geschmortem Lammrücken mit Kräutern oder reifem Époisses.









