Marqués de Riscal

Herederos del Marqués de Riscal gehört zu den prägenden Namen des spanischen Weins: 1858 in Elciego, Rioja Alavesa, gegründet, brachte das Haus als erstes die Bordeaux-Kellertechnik systematisch in die Rioja – beraten vom Château-Lanessan-Kellermeister Jean Pineau. Was als kühner Kulturtransfer begann, wurde zur Institution: Die Reserva gilt seit rund 150 Jahren als einer der bekanntesten Rioja-Weine weltweit, und seit 1972 zeigt Marqués de Riscal in Rueda, dass Verdejo und Sauvignon Blanc ebenso überzeugend gelingen wie das klassische Rioja-Rot. Mehr als 7 Millionen Flaschen gehen jährlich in über 110 Länder – Tradition und Weitblick in einem Haus.

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Marqués de Riscal Reserva Rioja DOCa
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Marqués de Riscal Blanco Rueda DO
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Marqués de Riscal – Pionier aus der Rioja Alavesa

Wer die Geschichte des modernen spanischen Weins versteht, kommt an Herederos del Marqués de Riscal nicht vorbei. Im Jahr 1858 gründete Camilo Hurtado de Amézaga, der 6. Marqués de Riscal, die Bodega in Elciego im Herzen der Rioja Alavesa – mit einer klaren Mission: die französische Weinkultur, die er während seiner Zeit in Bordeaux schätzen gelernt hatte, nach Spanien zu bringen. Als Berater holte er Jean Pineau, Kellermeister von Château Lanessan im Haut Médoc, der den Grundstein für die erste moderne Kellerei der Rioja legte.

Bereits 1862 wurden die ersten Jahrgänge abgefüllt und eingelagert – ein Teil davon schlummert bis heute im Gewölbe La Catedral, der historischen Flaschenbibliothek unter dem Weingut. 1883 entstand der zweite Keller, bekannt als El Palomar, im architektonischen Stil der Bordeaux-Keller. Und 1895 erhielt Marqués de Riscal als erstes nicht-französisches Weingut eine Ehrenurkunde der Internationalen Ausstellung in Bordeaux – eine Auszeichnung, die den Ruf des Hauses weit über Spanien hinaus festigte.

Innovationen, die die Weinwelt veränderten

Marqués de Riscal war von Beginn an ein Haus der Pioniere. Zu den frühen Innovationen zählen:

  • Das charakteristische Drahtgeflecht um die Flasche als Fälschungsschutz
  • Der Einsatz von 225-Liter-Bordeaux-Barriques und Holzkegeln für die Vergärung
  • Die horizontale Lagerung der Flaschen
  • Experimente mit internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Malbec und Sémillon

Den nächsten großen Schritt wagte das Haus in den 1970er Jahren: Marqués de Riscal verlegte die Weißweinproduktion in die Region Rueda. Verdejo, die einheimische Sorte dort, galt damals als kaum zu bändigen – oxidationsanfällig, schwierig zu vinifizieren. Das Kellerteam erkannte dennoch das Potenzial und erschloss es durch Ernte in den kühlen Morgenstunden, strenge Selektion und temperaturkontrollierte Edelstahltanks. 1974 führte Marqués de Riscal zudem als erstes Haus Sauvignon Blanc in Rueda ein und trieb so in den 1980er Jahren die Gründung der eigenständigen DO Rueda mit voran. Heute sind alle Eigenbesitz-Weinberge in Rueda biozertifiziert.

Die Region: Rioja Alavesa und Rueda

In der Rioja Alavesa, der baskischen Teilregion der DOCa Rioja, bewirtschaftet Marqués de Riscal rund 1.500 Hektar Weinberge in und um Elciego, Leza, Laguardia und Villabuena de Álava – davon 500 Hektar im Eigenbesitz. Die alten Lagen auf Ton-Kalk-Böden, teils über 70 Jahre alt, liefern die Basis für die klassischen Rioja-Weine des Hauses. In Rueda kommen weitere 205 Hektar Eigenbesitz und 250 gepachtete Hektar hinzu, auf denen Verdejo und Sauvignon Blanc gedeihen.

Das Haus vermarktet jährlich mehr als 7 Millionen Flaschen in über 110 Länder und erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 72 Mio. Euro mit 310 Mitarbeitern. Im selben Jahr wurde Marqués de Riscal bei World's Best Vineyards zum zweitbesten Weingut der Welt und zum besten Weingut Europas gewählt.

Architektur als Bekenntnis

Sichtbarstes Symbol des Selbstverständnisses ist die Ciudad del Vino: Das von Frank Gehry entworfene Hotel, eröffnet 2006, ist mit Titan in den Farben Rosa (Rotwein), Gold (Drahtgeflecht) und Silber (Kapsel) verkleidet – eine skulpturale Hommage an die Identität des Hauses. Darunter, in den Gewölben, liegt La Catedral mit Flaschen jedes Jahrgangs seit 1862.

Die Weine: vom Klassiker bis zum Lagenprojekt

Das Herz des Sortiments ist die Marqués de Riscal Rioja Reserva – seit rund 150 Jahren der wichtigste Wein des Hauses und einer der bekanntesten Rioja-Weine weltweit. Ausschließlich aus Tempranillo-Reben auf alten Höhenlagen der Rioja Alavesa gekeltert, reift er traditionell in amerikanischen Eichenfässern. Den modernen Gegenpol setzt der Barón de Chirel Reserva, seit dem Jahrgang 1986 ein Wegweiser für die Modernisierung des Rioja: 80 bis 110 Jahre alte Reben, 20 Monate Ausbau in französischen Barriques. Seit 2009 ergänzt Finca Torrea das Bild – ein fruchtbetonter Rioja aus alten Tempranillo- und Graciano-Reben direkt rund um die Kellerei in Elciego.

Das Sortiment bei Vinoscout

Bei Vinoscout findest du eine sorgfältig ausgewählte Auswahl aus dem Marqués-de-Riscal-Portfolio, die die ganze Bandbreite des Hauses zeigt:

  • Marqués de Riscal Reserva Rioja DOCa – der Klassiker, der alles begründet hat
  • Marqués de Riscal Gran Reserva Rioja – für alle, die mehr Tiefe und Reife suchen
  • Marqués de Riscal Reserva Rioja DOCa 1,5 l Magnum – der Reserva im großen Format
  • Marqués de Riscal Rosado Rioja – der unkomplizierte Rosé des Hauses
  • Marqués de Riscal Blanco Rueda DO – frischer Verdejo aus biozertifizierten Lagen
  • Marqués de Riscal Sauvignon Blanc – ein aromatischer Weißwein aus der DO Rueda

Die Preise reichen von 8,85 bis 39,90 Euro – ein Sortiment, das vom alltäglichen Genuss bis zum besonderen Anlass reicht.

Sitz des Herstellers